Georg Stefan Troller Preis
Der Georg Stefan Troller Preis zeichnet journalistische Beiträge aus, die jüdisches Leben in der Gegenwart sichtbar machen, differenziert darstellen und das Verständnis für jüdische Lebensrealitäten im deutschsprachigen Raum und weltweit fördern.
Ausgezeichnet werden zudem Arbeiten, die sich klar gegen Antisemitismus positionieren und zu seiner Bekämpfung beitragen.
Einsendeschluss: 30. Juni 2026
Der Georg Stefan Troller Preis trägt den Namen eines Journalisten, dessen Leben und Werk auf besondere Weise mit den Anliegen dieses Preises verbunden sind.
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Georg Stefan Troller (1921–2025) wurde in Wien geboren und musste als Jude 1938 vor dem Nationalsozialismus fliehen. Die Erfahrung von Ausgrenzung, Verfolgung und Exil prägte seine Biografie ebenso wie seine journalistische Haltung. Nach seiner Emigration in die USA kehrte er als amerikanischer Soldat nach Europa zurück und wurde später in Paris zu einem der bedeutendsten deutschsprachigen Reporter und Dokumentaristen.
Schon zu Lebzeiten galt Troller als Reporterlegende. Mit seiner unverwechselbaren Art des genauen Hinsehens und Zuhörens prägte er Generationen von Journalistinnen und Journalisten und wurde für viele zum Vorbild. Neben seiner langjährigen Tätigkeit als Fernsehreporter für das ZDF und den WDR veröffentlichte er auch in führenden deutschsprachigen Printmedien wie der Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit und Der Spiegel.
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Sein Werk zeichnete sich durch genaue Beobachtung, intellektuelle Neugier und ein tiefes Interesse an den gesellschaftlichen und historischen Zusammenhängen menschlicher Erfahrungen aus. In seinen Reportagen, Interviews und Dokumentationen verband er persönliche Perspektiven mit analytischer Schärfe und machte sichtbar, wie individuelle Lebensgeschichten, politische Entwicklungen und gesellschaftliche Strukturen miteinander verwoben sind.
Diese Haltung steht im Zentrum des Georg Stefan Troller Preises. Der Preis zeichnet journalistische Arbeiten aus, die jüdisches Leben in der Gegenwart sichtbar machen, differenziert darstellen und zum Verständnis jüdischer Lebensrealitäten im deutschsprachigen Raum und weltweit beitragen – sei es durch Recherche, Analyse, Reportage, Kommentar oder dokumentarische Formen. Zugleich erinnert Trollers eigene Lebensgeschichte daran, welche Folgen Antisemitismus haben kann. Sein Werk steht für einen Journalismus, der genau hinschaut, komplexe Wirklichkeiten verständlich macht und gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. In diesem Geist würdigt der Georg Stefan Troller Preis auch Beiträge, die Antisemitismus sichtbar machen, ihm widersprechen und zu seiner Bekämpfung beitragen.
Key Facts
Dotierung
Vergabe an bis zu drei Preisträgerinnen oder Preisträger
Einsendeschluss
30. Juni 2026
Formate
Audio · Video · Social Media · Printmedien · Bücher
Preisverleihung
11. Oktober 2026
Frankfurt am Main (Ort folgt)
Veröffentlichungszeitraum
01.07.2025 - 30.06.2026
Einreichung
Bis zu drei Werke pro Autorin oder Autor
Serie = 1 Werk
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Worum geht es?
Ausgezeichnet werden journalistische Beiträge, die dazu beitragen,
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das Verständnis für jüdisches Leben in der Gegenwart zu fördern,
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eine differenzierte Wahrnehmung jüdischer Lebensrealitäten im deutschsprachigen Raum und weltweit zu vertiefen,
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die Vielfalt jüdischer religiöser und weltlicher Denkrichtungen widerzuspiegeln,
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sowie Beiträge, die sich klar gegen Antisemitismus positionieren und aktiv zu dessen Bekämpfung beitragen.
Einreichen
Einreichungen sind sowohl durch die Autorinnen und Autoren selbst als auch durch Dritte möglich. Pro Autorin oder Autor können bis zu drei Werke eingereicht werden.
Eine fortlaufende Serie gilt als ein Werk.
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Bei dem eingereichten Beitrag muss es sich um ein veröffentlichtes Werk handeln.

